Bambusnatter (Oreocryptophis porphyraceus coxi)

Die thailändische rote Bambusnatter ist ein sehr interessanter Terrarienpflegling. 

Diese aktiven, 80 - 100 cm großen, temperamentvollen Kletternattern kommen ursprünglich aus Nord-Ost Thailand, aus den Provinzen Loei und Phetachbun.

 

Die Tiere sind vergleichsweise nervös und versuchen durch Abwehrbisse, welche für Menschen völlig ungefährlich sind, potenzielle Bedrohungen auf Abstand zu halten. Hier gilt in der Ruhe liegt die Kraft. Mit ruhigen, langsamen Bewegungen, lassen sich die Tiere problemlos handlen.

 

Im Gegensatz zu den meisten anderen in der Terraristik vertretenen Nattern, bevorzugt diese Art eher niedrigere Temperaturen zwischen 20 - 26 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 60-80%.

Da sich dies in den Sommermonaten leider in den wenigsten Wohnungen gewährleisten lässt, können wir aus eigener Erfahrung aber berichten, dass eine kurzfristige Überschreitung auf 28 - 30 Grad ohne Probleme verkraftet wird.

So lange eine Wetbox mit leicht feuchtem Moos zur Verfügung steht, können sich die Tiere dort zum abkühlen zurückziehen.

Sobald allerdings die 30 Grad Marke geknackt wird, sollte man reagieren und die Tiere in einen kühleren Raum bringen. Hierfür stehen bei uns im Untergeschoss provisorisch eingerichtete Terrarien zur Verfügung.

 

Bambusnattern ernähren sich hauptsächlich von Kleinsäugern. Wir bieten unseren Schlangen aufgetaute Frostmäuse an, welche auch gerne und gierig gefressen werden.

 

Unter Terrarienbedingungen paaren sich Coxis das ganze Jahr.

Alle 2- 3 Monate legt das Weibchen dann 1 -5 Eier, welche im Verhältnis zur Körpergröße sehr groß sind.

Die Weibchen sind nach der Eiablage völlig entkräftet, gehen aber sofort wieder ans Futter.

Wir inkubieren bei 28 Grad und ca. 100% Luftfeuchtigkeit. Nach ca. 60 Tagen schlüpfen die Jungtiere.

Weibliche Coxis sind in der Lage den Samen des Männchens sehr lange zu speichern. Unser größtes Weibchen hatte in 30 Monaten 11 Gelege ohne in dieser Zeit Kontakt zum Männchen zu haben. Alle Eier waren befruchtet und sind geschlüpft.

Auf Grund der hohen Fruchtbarkeit der Tiere ist es ratsam die Geschlechter getrennt zu halten.

 

Die Haltungsbedingungen findest du hier